Unter heftigem Fernweh litt ich schon als Kind, wenn ich die Nase in den Atlas steckte und davon träumte, mit Winnetou über die Prärie zu reiten oder mit Pippi nach Taka-Tuka-Land zu reisen. Es fanden sich Gegenmittel: die erste  Interrail-Reise mit 17, die Rucksacktour durch Indien mit 19, ein Auslandssemester in Paris, der Spanischkurs an der Universidad de La Hababa in Kuba, ein Jahr als Köchin in Neuseeland nach dem Examen. Danach war ich verdorben für jeden Bürojob und machte als Studienreiseleiterin und Reisejournalistin die Welt zu meinem Arbeitsplatz. Gab es auch zwischendurch sesshafte Jahre als Verlagsredakteurin, irgendwann siegte wieder die Abenteuerlust. 
Wer viel unterwegs ist, braucht aber auch eine stabile Heimatbasis– für mich das Münchner Dreimühlenviertel, wo ich zur Entspannung gern am Herd stehe, meinen grünen Dschungel pflege oder zu Radtouren und Wanderungen ins Umland aufbreche. Das Allgäu finde ich nämlich genauso spannend wie Australien und Armenien.